Seine Werke verbinden zeitgenössische Figuration mit mythologischen Archetypen und einer klaren, körperlichen Bildsprache. Zwischen Verletzlichkeit und Macht, Liebe und Transformation entstehen Bilder, die nicht dekorieren, sondern berühren und herausfordern. Kunst als Ort der Begegnung – mit sich selbst und mit den großen Fragen menschlicher Existenz.
Dieses Werk reflektiert die emotionale Archäologie von Intimität. Inspiriert von der japanischen Technik des Kintsugi – der Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold zu reparieren – begreift das Gemälde Brüche nicht als Scheitern, sondern als Transformation. Im Kintsugi werden Risse nicht verborgen, sondern hervorgehoben; sie werden zum wertvollsten Teil des Objekts.
Übertragen auf den Raum menschlicher Beziehungen stehen die goldenen Nähte für Momente des Zerbrechens, des Verlusts und der Versöhnung. Was einst beschädigt war, wird nicht in seinen ursprünglichen Zustand zurückgeführt, sondern in etwas Komplexeres und Wahrhaftigeres verwandelt. Die Philosophie des Wabi-Sabi, die Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und Unvollkommenheit annimmt, bildet den emotionalen Kern des Werks.
History of a Relationship deutet an, dass Liebe nicht durch nahtlose Kontinuität definiert ist, sondern durch den Mut, Verletzungen auszuhalten, sichtbar zu heilen und Erinnerung weiterzutragen. Das Gold löscht den Schmerz nicht aus – es würdigt ihn und lässt die Geschichte der Verbindung präsent, geehrt und verwandelt bestehen.
