Jorge Humberto Tapia Pérez (geb. 1983, San Luis Potosí, Mexiko) ist ein bildender Künstler mit Sitz in Schweinfurt. Seine künstlerische Praxis entsteht im Spannungsfeld von Medizin, Mythologie und kulturellem Gedächtnis. Als ausgebildeter Neurochirurg betrachtet er den menschlichen Körper nicht nur als biologische Struktur, sondern als Ort von Verletzlichkeit, Wahrheit und Transformation.
Seine Arbeiten kreisen um zentrale Themen wie Tod, Liebe, Macht und Resilienz. Geprägt von der mexikanischen Kosmovision versteht er den Tod nicht als Endpunkt, sondern als Übergang und strukturierende Kraft des Lebens. Mythologische Figuren, symbolische Körper und rituelle Gesten sind wiederkehrende Elemente, mit denen er zeitgenössische Fragen von Identität, Gewalt, Fürsorge und Verantwortung verhandelt.
Neben seiner Atelierarbeit entwickelt Tapia Pérez partizipative Community-Art-Projekte, die sich mit Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und kulturellem Dialog beschäftigen. Er begreift Kunst als einen Raum der Begegnung – dort, wo persönliche Erfahrung auf kollektive Reflexion trifft.