Seine Werke verbinden zeitgenössische Figuration mit mythologischen Archetypen und einer klaren, körperlichen Bildsprache. Zwischen Verletzlichkeit und Macht, Liebe und Transformation entstehen Bilder, die nicht dekorieren, sondern berühren und herausfordern. Kunst als Ort der Begegnung – mit sich selbst und mit den großen Fragen menschlicher Existenz.
Dieses Werk greift den antiken Mythos auf, den Aristophanes überliefert hat, nach dem die Menschen ursprünglich als kugelförmige Wesen existierten – vollständig, kraftvoll und ganz. Diese Wesen bestanden entweder aus zwei männlichen Hälften, zwei weiblichen Hälften oder aus einer männlichen und einer weiblichen Hälfte, vereint in einem einzigen Körper. Ihre Stärke und Selbstgenügsamkeit waren so groß, dass sie es wagten, die Götter selbst herauszufordern.
Als Antwort auf diese Hybris spaltete Zeus sie und verurteilte die Menschheit zu einem Zustand der Trennung. Von diesem Moment an wurde die Liebe zu einer grundlegenden Kraft: dem Verlangen, die fehlende Hälfte zu suchen, die Trennung zu überwinden und ein Gefühl von Ganzheit wiederherzustellen.
The Sphere People reflektiert diese zeitlose Erzählung als Metapher für menschliche Sehnsucht, Intimität und Verbundenheit. Liebe erscheint hier nicht als Sentimentalität, sondern als existenzieller Antrieb – eine Energie, die Menschen zueinander bewegt und zugleich Verletzlichkeit wie Hoffnung in sich trägt.
