Seine Werke verbinden zeitgenössische Figuration mit mythologischen Archetypen und einer klaren, körperlichen Bildsprache. Zwischen Verletzlichkeit und Macht, Liebe und Transformation entstehen Bilder, die nicht dekorieren, sondern berühren und herausfordern. Kunst als Ort der Begegnung – mit sich selbst und mit den großen Fragen menschlicher Existenz.
Buscando a la vida / Seeking Life ist ein Akt innerer Neuorientierung hin zum Leben selbst. Die Figur sitzt in einem Zustand des Innehaltens – wartend, lauschend –, bevor sie langsam ihren Körper wendet und in die Ferne nach etwas Unbenanntem sucht. Nackt in der Stille ruht sie, doch ihre Ruhe ist von Sehnsucht aufgeladen. Aus dem Inneren erwacht ein dunkles, lebendiges Feuer: der Wunsch, vollständig und frei zu leben, ohne Zersplitterung.
Dieser Körper ist nicht passiv, sondern im Übergang begriffen – angesiedelt zwischen Zögern und Bewegung. Das Werk spricht von einer universellen menschlichen Schwelle, an der Warten zu Suchen wird und Verletzlichkeit sich in Stärke verwandelt. Öl und Sprühfarbe erzeugen Schichten von Spannung und Bruch, während das Seidenband als fragile Spur von Erinnerung oder Atem wirkt. Es bindet den Körper an seine Umgebung und verweist auf die zarte, zugleich widerstandsfähige Bedingung des Lebendigseins.
